Publisher von Videospielen in der Kritik

Immer öfter geraten vor allem die Publisher von AAA-Spielen in die Kritik: Videospiele erscheinen auf dem Markt, obwohl diese noch voll von verschiedenen Fehlern sind, die mitunter das Spielgefühl sehr stark trüben können. Außerdem werden immer wieder Multiplayer-Spiele veröffentlicht, die ganz klar darauf ausgelegt sind, mit anderen menschlichen Mitspielern zusammen beziehungsweise gegen einander zu spielen. Das Problem, dem sich die Gamer jedoch gegenüber sehen: Die Server funktionieren entweder gar nicht oder sind auf Grund der Anzahl der dort angemeldeten Spieler überlastet. Doch woran liegt es eigentlich, dass Publisher immer öfter mit diesen nicht gerade community-freundlichen Problemen zu kämpfen haben?

Zeit ist Geld – dieses Motto gilt selbstverständlich auch für die Publisher von Videospielen, für die Großen oftmals noch mehr, als für die Kleinen. Denn wenn bereits mehrere Millionen Euro beziehungsweise Dollar in die Entwicklung und in das Marketing geflossen sind, dann beginnen die Publisher damit, den Entwicklerstudios eine Deadline zu setzen, die mitunter sehr unrealistisch ist. Dann werden die Entwickler vertraglich dazu gezwungen, ein Spiel zu präsentieren, von dem sie wissen, dass es vorne und hinten nicht fertig ist. Glücklicher Weise ist diese Vorgehensweise nicht bei allen Publishern Gang und Gebe, wodurch auch nur die Firmen schlecht dastehen, bei denen diese Thematik immer wieder und wieder in den Medien aufkommt. Allen voran ist hier Electronic Arts (EA) zu nennen, die es immer wieder schaffen, von der Community als schlechtester Publisher angesehen zu werden – und sogar zweimal bereits den “Worst Company in Amercia” – Award verliehen bekommen haben.

Doch gibt es auch viele andere Publisher, die den Entwicklerstudios nicht genügend Zeit lassen und dadurch ein Konsolenspiel, das ansonsten vielleicht wesentlich besser ankommen würde, ruinieren. Immer, wenn man Berichte von besonders fehlerhaften Spielen liest, hat der Publisher meistens einen großen Anteil daran. Natürlich müssen Termine eingehalten werden – gerade die Zeit vor Weihnachten und vor den großen Sommerferien ist enorm wichtig für den Verkauf von Videospielen. Trotzdem ist es zweifelhaft, ob das Vertreiben eines unfertigen Spiels für Entwickler und Publisher tatsächlich so rentabel ist. Denn es leidet vor allem die Reputation der Firmen bei den Spielern darunter: Ein schlechter Titel kann als Ausrutscher gelten, aber mehrere Videospiele dieser Art sind schlecht für das Geschäft.

 

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