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Sicherheitsrisiko: Android

Um die 70 Prozent aller Android-Geräte weisen enorme Sicherheitslücken auf, die von Kriminellen sehr einfach ausgenutzt werden können. Um an persönliche Daten des Nutzers zu kommen, reicht schon die Installation einer unsicheren App oder das Aufrufen einer präparierten Internetseite.

Sicherheitslücke macht es Betrügern besonders leicht

Über diese Sicherheitslücken können Angreifer sogar die Kontrolle über das Smartphone gewinnen. Bekannt ist bislang aber noch nicht, ob diese spezielle Sicherheitslücke im System bereits ausgenutzt wird. Ein Smartphone, welches infiziert ist, würde für den Benutzer nicht nur ein enormes Sicherheitsrisiko darstellen, es könnte auch einen erheblichen finanziellen Schaden anrichten. Bekannt ist dieser Software-Fehler bereits seit Dezember 2012. Google hat diesen Fehler in seinem Betriebssystem bereits behoben. Leider nutzen viele Geräte im Umlauf nicht das Original-Betriebssystem, sondern eine modifizierte Version vom Hersteller. Diese wird nach dem Kauf meist nicht mehr aktualisiert.

Original-Betriebssystem besonders sicher

Sicher fühlen können sich aber Benutzer von einem Tablet oder Smartphone, welches mit dem Original-Betriebssystem ausgeliefert wurde und mit regelmäßigen Updates versorgt wird. Dazu gehören beispielsweise die Nexus-Geräte 4, 5 7 und 10. Gegen Angriffe sind aber auch die Google-Play-Edition-Smartphones geschützt. Dabei handelt es sich um Varianten des HTC One, des Samsung Galaxy S4 und des Motorola Moto G. Leider werden diese Modelle nur in den USA angeboten. Smartphones, die mit dem Google Betriebssystem 4.4 KitKat ausgeliefert werden, sollten aber weitestgehend sicher sein.

Besonders betroffen sind günstige Smartphone-Modelle

Das Hauptproblem besteht bei den Sicherheitslücken darin, dass seitens des Herstellers keine aktuellen Updates zur Verfügung gestellt werden. Viele Hersteller verändern die Oberfläche des Systems nach ihren eigenen Vorstellungen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Samsung TouchWiz-Oberfläceh oder HTC Sense. Wenn von Google eine neue Android-Version zur Verfügung gestellt wird, dann sollten die Hersteller diese System-Aktualisierungen an die Kunden weitergeben. Wer sein Smartphone zusammen mit einem Mobilfunkvertrag erwirbt, bei dem hat in der Regel der Provider das letzte Wort, da dieser auch Anpassungen vornimmt. In den meisten Fällen hat der Anbieter aber keine Möglichkeiten neue Updates einzuspielen, da die Hersteller entweder gar nicht oder nur einmal die Geräte mit einer neuen Version versorgen. Das betrifft besonders Modelle im unteren Preissegment, da diese in der Regel direkt mit einer veralteten Android-Version verkauft werden.

 

Yotaphone – ein Smartphone aus Russland

Der Smartphone-Markt ist hart umkämpft, solche Giganten wie Apple und Samsung kreieren Jahr für Jahr neue Modelle, die mit immer mehr Features ausgestattet sind. Aber diese Firmen sind nicht die einzigen Akteure auf dem Markt. Auch russische Firmen mischen bei dem Konkurrenzkampf mit. Der russische Beitrag zur Smartphone-Geschichte heißt YotaPhone und ist ab Dezember 2013 zu kaufen.

YotaPhone – ein Smartphone mit zwei Gesichtern

Diese Aussage ist buchstäblich zu verstehen, denn das Gerät aus dem Hause von Yota Devices, einer Tochter des 2009 gegründeten Internetproviders Yota, ist mit zwei Bildschirmen ausgerüstet. Die 4,3” Bildschirme sind an der Vor- und Rückseite angebracht. Der Bildschirm an der Rückseite funktioniert auf der Grundlage von ePaper-Technologie (E-Ink) und ist sehr stromsparend. Von diesem Bildschirm versprechen die Entwickler einen besonderen Nutzen: Da der Bildschirm auch bei einem fast leeren Akku noch funktioniert, sind z.B. ein Flugticket oder ein anderes digitalisiertes Dokument so gut wie immer abrufbar. Die Auflösung beträgt beim LCD-Bildschirm stattliche 1280×720 Pixel, beim ePaper-Bildschirm – lediglich 640×360. Obwohl das neue Smartphone aus Russland auch unter 2G und 3G Netzwerken läuft, ist es eigentlich für die modernen 4G-Netze (LTE-Technologie) konzipiert.

Weitere technische Details

Der Kern des Geräts ist ein Dual-Core Prozessor Snapdragon S4 von Qualcomm, USA. Die Speicherkapazität beträgt 32 bzw. 64 GB, der Arbeitsspeicher ist mit 2 GB ebenfalls beeindruckend. Auch die Kamera von dem russischen Smartphone wirkt mit ihren 13 Megapixeln überzeugend. Die Hilfskamera an der Vorderseite ist allerdings mit nur einem Megapixel eher schwach. Das Gerät bringt nur 146 g auf die Waage und ist somit ein richtiges Leichtgewicht. Dieses Smartphone läuft unter dem Betriebssystem Android 4.2.2, das OS wurde teilweise russifiziert, um die Bedienung zu erleichtern.

YotaPhone – Perspektiven

Es ist wenig wahrscheinlich, dass sich das russische Smartphone trotz seiner guten technischen Ausstattung auf dem Weltmarkt etablieren kann. Den russischen Markt kann das Gerät vermutlich mindestens teilweise erobern, denn es kostet um ca. 1/3 weniger, als das iPhone mit der gleichen Speicherkapazität. Laut den Ankündigungen von Yota Devices ist geplant, das Gerät zum ernsthaften Konkurrenten des auf dem russischen Markt ebenfalls präsenten eReaders Kindle zu machen.

Bildquelle: Yota Devices