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PayPal erweitert den Käuferschutz auch auf digitale Güter

Einer der großen Wachstumstreiber des Online Shoppings und des Bestellens von hochwertigen Produkten wie Smartphones, Unterhaltungselektronik war – eigentlich schon immer – der Zahlungsverkehrsdienstleister PayPal. Einst als Teil von eBay gegründet sorgte er sehr schnell für noch mehr Vertrauen in den Markt und für eine fast vollständige Trockenlegung verschiedener Anzahlungs-Betrugsmodelle, bei denen Ware bestellt aber nicht verschickt worden ist.

Da der Verkäufer – anders als bei Bargeldversendern wie MoneyGram oder Western Union – kein Bargeld erhält und alle Zahlungen letztendlich mit einem Bankkonto verknüpft sind, wird für jede Zahlung eine “Papierspur” gelegt. Der Kauf bleibt also weiterhin nachvollziehbar und eine Verdunkelung der Tat wird fast unmöglich. PayPal lernt täglich aus Millionen Zahlungen und auch aus den Bewertungen bzw. Konfliktfällen. Anders als beim klassischen Weg eines Kunden, der die Ware nicht bekommen hat, über die Polizei und Staatsanwaltschaft ist PayPal schneller: Konten können zur Prüfung gesperrt werden, sofern sich zu viele Beschwerden von Kunden häufen. Der Sicherheitsalgorithmus von PayPal lernt also mit jeder einzelnen Zahlung und identifiziert auch kritische Transaktionen.

Am 01. Juli 2015 war es dann so weit: PayPal erweiterte den – übrigens kostenlosen – Käuferschutz auf digitale Güter.

Seit diesem Zeitpunkt können nicht nur wirklich physisch greifbare bzw. anfassbare Gegenstände wie Hardware, Druckerzubehör und ähnliches mit dem PayPal-Käuferschutz bestellt werden. PayPal beschreibt den erweiterten Geltungsbereich damit, dass es sich um ein “digital erhältliches Angebot” oder ein “virtuelles Angebot” handelt. Wenn es dann nicht wie beschrieben ist oder der Käufer keinen Zugriff darauf erhält, dann kann der Käufer den Käuferschutz geltend machen.

Der Käufer geht dazu in seinen persönlichen PayPal-Bereich und klickt das fünfte Auswahlmenü von links an. Unter “Mehr” findet sich ein Auswahlmenü mit Konfliktlösungen, wo der Kunde einen Vorgang zum Käuferschutz starten kann. Dazu gibt er die details zur Transaktion ein und welche Fehler das Produkt hatte. PayPal setzt sich dann mit dem Verkäufer in Verbindung, der dann 30 Tage lang Zeit für eine Antwort hatte. Beim erstmaligen Eingeben des Vorgangs sollte der Kunde möglichst auch Screenshots bzw. Fehlermeldungen mit einsenden, die den Anspruch untermauern. Noch einfacher ist es, wenn der Verkäufer eine Zufriedenheitsgarantie anbietet (ohne Fragen Geld zurück), dann würde der Hinweis auf diese Garantie reichen.

Das PayPal Trust & Safety-Team bearbeitet dann den Vorgang und fordert entweder weitere Unterlagen an oder trifft binnen zwei Monaten eine Entscheidung. Im Umfeld der Redaktion gab es im August 2015 einen Käuferschutz-Fall im Hinblick auf eine nicht funktionierende Software zur Schadensbehebung bei einem USB-Stick. Der Verkäufer hatte ein uraltes, nicht funktionierendes Programm geschickt, welches den Fehler nicht beheben konnte. Hier wurde der Fehlermeldungs-Ausdruck “I/O-Error” eingesendet, Ende August 2016 erfolgt die Gutschrift von knapp unter 28 US-Dollar. Der PayPal-Käuferschutz für digitale Güter funktioniert also tatsächlich!

Vorsicht bei E-Mails von Paypal

Betrüger sind sehr kreativ in ihren Möglichkeiten. So werden Nachrichten von anderen Unternehmen gefälscht, um an Kundendaten heranzukommen. Hacker versuchen an Datenbanken zu gelangen, Betrüger erwerben persönliche Daten auf Schwarzmärkten. Die Methoden sind vielfältig und auf den ersten Blick sehr schwer zu erkennen. In der virtuellen Welt muss besonders gut auf Viren, Phishing-Mails, Scareware oder Gratisangebote geachtet werden. Weit verbreitet sind Phising-Mails, die im Namen von Bankinstituten gesendet werden. Hierunter fällt auch Paypal.

Phishing-Mails von Paypal

Paypal zählt zu den meistgenutzten Online-Bezahlungsmitteln weltweit. Viele Kunden nutzen beim Online-Shopping als Bezahlmethode Paypal, da hier ein Käuferschutz sichergestellt ist und die Anonymität der Kontodaten gewährleistet bleibt. Zudem ist ein Zahlungsvorgang mit Paypal bereits nach wenigen Minuten abgeschlossen. Überweisungen von der Hausbank aus dauern um einiges länger. Betrüger versenden E-Mails im Namen von Paypal. Der Sinn dieser Nachrichten ist einfach der, dass Kunden ihre Daten weitergeben an Betrügerfirmen, ohne dies zu bemerken.

Betrügerische Links sammeln sensible Daten

Die E-Mails, die angeblich von Paypal stammen, beinhalten häufig einen Text, der dazu führen soll, einen Link anzuklicken. Meistens wird geschrieben, dass Daten überprüft werden müssen oder verdächtige Vorgänge auf dem Paypal-Account festgestellt worden seien. Nach der Aufforderung, die Daten zu überprüfen oder einzuloggen, ist ein Link benannt, der auf eine andere Seite führt. Diese Seite ähnelt der von Paypal sehr stark. Werden dort die Log-in-daten von Paypal eingegeben, gelangen Betrüger somit an die persönlichen Daten von Paypal.

Gefälschte Mails erkennen und Phishing vorbeugen

Einige Anhaltspunkte zeigen auf, dass diese Nachrichten nicht von Paypal stammen: Paypal fragt nicht via E-Mail persönliche Daten ab. Wird der Link in der Mail angeklickt, so zeigt die Domain Unterschiede zur Paypal-Webseite. Die Internetseite, die durch Klicken des Links angezeigt wird, unterscheidet sich in vielen Aspekten der von Paypal. FAQ, Impressum oder weiterführende Links, die von der Startseite aus erreichbar sein müssten, sind nicht verfügbar bei den gefälschten Internetseiten, die lediglich dazu da sind, Daten zu sammeln. Loggen Sie bei Unsicherheiten einfach über die direkte Paypal-Adresse in Ihren Account ein und kontaktieren Sie den Kundensupport. Dort können Sie telefonisch anfragen, wenn Ihnen etwas unklar ist oder über ein Kontaktformular.